Luftgetrocknete Pilze

Als es letzte Woche so heiß war und ich (mal wieder, wie fast jede Woche) zig Champignons von der Tafel bekommen habe, stand ich vor folgendem Problem: Es ist heiß, zum Kochen hast du überhaupt keine Lust, die Champignongs müssen aber aufgebraucht werden, was also tun? Trocknen?! Sehr gute Idee! Moment, im Backofen, bei DEN Temperaturen? Definitiv nicht!

Nach langem hin und her überlegen, ob ich nicht doch irgendwas Kochen oder den Backofen stundenlang zum Trocknen laufen lassen soll, bin ich auf die Idee gekommen, dass ich die Sonne genauso gut auch ausnutzen könnte. Luft- und sonnengetrocknete Pilze!

Luftgetrocknete Pilze

Luftgetrocknete Pilze

Von meiner Familie habe ich gelernt, die Pilze auf Zeitungspapier trocknen zu lassen. Allerdings traue ich der Druckerschwärze auf den Zeitungspapieren nicht und hab die Idee sehr schnell wieder verworfen. So habe ich die Pilze im Endeffekt in Scheiben geschnitten und auf Garn aufgefädelt. Man braucht dazu nur die gesäuberten und in Scheiben geschnittenen Pilze, eine dünne Nadel und Garn. Die Pilze werden aufgehangen und können auf diese Weise langsam an der Luft trocknen. Das einzige, auf das man achten muss ist, dass die Pilze sich nicht berühren und dass man sie nicht zu früh von dem Faden nimmt, um eventuelle Schimmelbildung zu vermeiden.

Das allergrößte Problem bei der Herstellung von luftgetrockneten Pilzen ist wohl das Warten…

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Veganismus und Fleischersatzprodukte

Fleischersatzprodukte sind so ein Thema für sich. Die einen lieben es, die anderen hassen es. Bei mir ist es wohl so ein Zwischending. Im Prinzip finde ich Fleischersatzprodukte nicht schlecht. Es hat gerade mir am Anfang geholfen, auf die vegane Ernährung umzusteigen. Was hab ich am Anfang nicht alles für Produkte ausgetestet, als für mich alles neu war. Ich glaube, ich habe einige Sortimente komplett durchprobiert.

Das wohl größte Problem ist, dass viele Leute denken, sie könnten dadurch all ihre benötigten Nährstoffe kriegen. Wenn ich ehrlich bin, dachte ich das auch. Für mich war das als kompletter Fleischersatz anzusehen, d.h. alle Nährstoffe die im Fleisch sind, sind auch in den Ersatzprodukten drin. Leider nicht..

Ich verstehe aber widerum viele Leute nicht, die immer alles schlecht machen müssen. Wenn es jemanden damit leichter fällt auf die vegane Ernährung umzusteigen, dann soll er sich ausprobieren. Ich habe es schließlich auch gemacht. Ich esse heute noch Fleischersatzprodukte, aber merke gleichzeitig auch, dass es immer weniger wird. Anfangs gab es bei mir immer Nudeln/Kartoffeln/Reis mit Gemüse und fast täglich irgendein Ersatzprodukt á la Mock Duck, Tofuwürstchen, etc dazu. Mittlerweile gibt es das bei mir höchstens 1-2 mal im Monat. Und da schließe ich Naturtofu mit ein. Ja, es gibt auch Phasen, wo es ab und zu mal mehr ist.

Viele Leute würden jetzt damit argumentieren, dass es irgendein undefinierbarer und zusammengepanschter Müll ist, das als Wurst/Schnitzel/Fisch verkauft wird. Und ja, sie haben teilweise Recht, weil nicht alle Produkte super sind. Aber seien wir doch mal ehrlich: Das ist mir lieber, als zu den gängigen Fastfood-Restaurants zu gehen, einen Hamburger zu bestellen und damit noch mehr Tierleid zu verursachen. Es gibt also wirklich schlimmeres als Fleischersatzprodukte zu essen.

Und wie ich anfangs schon sagte: Es hat mir und vielen anderen geholfen, auf die vegane Ernährung umzusteigen. Wenn man sich dann noch mit dem Thema befasst und erkennt, dass Veganismus nicht allein aus Fleischersatzprodukten besteht, sondern es primär um gesunde und ausgewogene Küche mit viel Obst und Gemüse geht, dann nimmt der Konsum an Fleischersatzprodukten bei den einzelnen Menschen von ganz alleine ab.

Viel schlimmer finde ich die Tatsache, dass die neuen veganen Produkte auf dem Markt immer scheußlicher schmecken und so viele potenzielle Vegetarier/Veganer verschreckt werden.

Konkurrenz unter Veganern

Eine Sache, von der man sich als Veganer (oder auch Vegetarier) ständig genervt fühlt ist, wenn Fleischesser sich von uns grundlos genervt fühlen. Kennt man, wird man immer wieder erleben, stört mich persönlich aber nicht mehr. Was mir in letzter Zeit aufgefallen ist, dass es teilweise selbst unter Veganern sowas wie einen Konkurrenzkampf gibt. Da geht es nicht nur darum, dass Fleischesser abgrundtief abscheuliche Menschen zu sein scheinen oder dass Vegetarier trotz einer positiven Lebenswandlung noch als Mörder beschimpft werden, nein, es geht auch noch extremer. Einige Menschen – und zum Glück nicht der Großteil aller Veganer – müssen anscheinend veganer sein als andere und das auch genau so vermitteln.

Wenn man online viel unterwegs ist und sich auf vielen Seiten aufhält, die mit Veganismus zu tun haben, dann gibt es immer ein, zwei Persönchen, die Weltverbesserer spielen müssen. Nehmen wir mal das Thema Palmöl als Beispiel. Ja, ich sehe ein, dass Palmöl Regenwälder zerstört und dass das alles andere als positiv ist. Trotzdem kann man beim Kauf manchmal leider(!) nicht explizit darauf achten, dass Produkte palmölfrei sind. Als Veganer ist man froh, wenn man auf kleinen Dörfern oder in kleineren Städten überhaupt mit veganen Lebensmitteln versorgt wird. Selbst wenn Menschen die Möglichkeit haben, aus einer Vielfalt von Produkten (palmölfrei oder nicht) zu wählen, dann muss das jeder für sich verantworten. Es nützt keinem was, wenn man von anderen angegriffen wird. Wir alle wissen, wie es ist, wenn man Fleischesser auf deren Fleischkonsum und Tierleid aufmerksam machen will. Es funktioniert in den meisten Fällen einfach nicht.

Letzte Woche gab es folgende Situation: Ein bekannter veganer Koch hat auf Facebook an die Pinwand von einem anderen veganen Koch geschrieben und ihn persönlich angegriffen. Okay, es war auf eine lustige Art und Weise geschehen und ich musste schmunzeln. (Ich liebe Sarkasmus und schwarzen Humor, sorry dafür!) Aber mal ganz ehrlich: Muss das sein?

Laut Vebu gibt es derzeit in Deutschland ca. 900.000 Menschen, die vegan leben. Das sind 1,1 % aller Menschen in diesem Land. Auch wenn es glücklicherweise immer mehr werden, ist die Prozentzahl doch sehr gering. Für die meisten nicht einmal beachtenswert. Wenn ich dann sehe, dass Köche sich gegenseitig anfeinden oder einer veganer sein will als der andere, dann wundert mich nichts mehr. Sollten wir nicht eher alle zusammenhalten und soviel gutes für Natur, Umwelt und Tiere tun wie es nur geht, anstatt uns gegenseitig anzufeinden?!

Brotaufstrich mit Avocado, Apfel und Zwiebel

Das ist mein Top Rezept, wenn es darum geht, die noch vorhandenen Avocados vorm wegschmeißen zu retten. Ich bin eine derjenigen, die immer zuviele Avocados kaufen und sich dann ärgern, dass sie noch viel zu hart sind. Dann liegen sie also da… und liegen.. und liegen… und meistens sind sie dann plötzlich – von einer Sekunde auf die andere – für die Tonne. Bei mir, dank dem supereinfachen Rezept, nicht mehr!

Ich habe das Rezept heute früh frisch zum Frühstück gemacht und eine Stunde später war alles schon wieder weg! Der Brotaufstrich ist schnell gemacht und superlecker. Noch dazu kann man es individuell an den eigenen Geschmack anpassen.

Das mit den Mengenangaben ist so eine Sache. Bei diesem Rezept funktioniert das nicht so einfach. Es kommt immer auf die Größe der jeweiligen Zutaten und auf den eigenen Geschmack an. Der eine mag mehr Apfel, der andere mehr Zwiebel und der dritte will lieber beim ursprünglichen Avocado-Geschmack bleiben. Ich gebe unter dem Rezept meine Variante an, aber das ist nur als grobe Richtung gedacht.

Brotaufstrich mit Avocado, Apfel und ZwiebelAvocado-Brotaufstrich

  • 1 Avocado
  • Apfel
  • Zwiebel
  • Salz & Pfeffer

Zubereitung:

Das Fruchtfleisch der Avocado auskratzen, in eine geeignete Schüssel geben und mit der Gabel zerdrücken bis „Mus“ entsteht. Nun den Apfel in kleine Stücke schneiden und unter das Avocadomus mischen. Ein Stück Zwiebel ebenfalls in kleine Stücke würfeln und zu dem Avocado-Apfel-Gemisch geben. Den Brotaufstrich mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Meine Variante: Mir hat 1/4 Apfel gereicht, den Rest gab’s als Snack zum Frühstück. Bei der Zwiebel könnt ihr wählen: rote Zwiebel, weiße Zwiebel oder Frühlingszwiebel. Ich hab mich für eine kleine Frühlingszwiebel entschieden. Aber auch hier ist es von der Größe eurer Avocado abhängig. Zusätzlich könnt ihr noch frische Kräuter unter den Brotaufstrich mischen.

Der Brotaufstrich eignet sich übrigens hervorragend für das „3-Minuten-Brot“ von Lilamalerie.

Zitronenwasser-Challenge: Tag 1

Ab heute starte ich meine persönliche Challenge.

Hintergrund dazu ist, dass ich bereits letztes Jahr einen Artikel darüber gelesen habe, dass der Körper vollständig gereinigt wird, wenn man morgens auf nüchternem Magen Zitronenwasser trinkt. Schmerzen (sollte man welche haben) verschwinden, es dient gleichzeitig als Vorbeugung und Behandlung gegen Halsschmerzen und anderen Infektionen, das Blut wird gereinigt, und und und..

Für mich war das ganze beim ersten Lesen schon spannend und ich wollte es austesten. Mir haben in dem damaligen Artikel einige Informationen gefehlt, deswegen habe ich den Versuch gar nicht erst gestartet. Und natürlich war auch der klassische Grund dabei: wieder völlig vergessen! Den neuen Artikel zu dem Thema findet ihr >hier<. Dort findet ihr auch eine komplette Liste mit den Dingen, was das morgentliche Zitronenwasser trinken mit eurem Körper anstellt.

Dank Facebook, durch das ich wieder auf das Thema aufmerksam gemacht worden bin und dank meinem besten Freund, der mittlerweile auch jeden Morgen Zitronenwasser trinkt, ist das Motivation genug für mich, um es (hoffentlich) ein Jahr lang durchzuhalten.

Was man für das Ztronen-/Limettenwasser benötigt:

  • 1 halbe Tasse lauwarmes Wasser
  • Saft einer 1/2 Zitrone ODER 1 Limette

Zubereitung:

Die Zubereitung benötigt eigentlich keine Erklärung. Man mischt den frisch ausgepressten Saft der Zitrone oder der Limette mit dem warmen Wasser und trinkt es ca. 30 Minuten vor dem Frühstück.

Tag #1:

Für mich gab es zwei mögliche Resultate: Entweder es ist viel zu wässrig oder es ist viel zu sauer. Nachdem ich eine Limette ausgepresst hab, war ich mehr bei dem „zu sauer“. Ich hatte die Befürchtung, dass ich das viel zu saure Wasser nicht runterkriege, immerhin sind Zucker oder irgendwelche anderen Zusätze komplett verboten, wenn das ganze auch eine Wirkung haben soll.

Nachdem jetzt schon ein paar Stunden vergangen sind, seitdem ich das Wasser getrunken habe, kann ich sagen: Meine Befürchtungen waren völlig umsonst. Es ist weder zu wässrig, noch zu sauer. Normalerweise bevorzuge ich kalte Limonade, allerdings wird mein Magen das auf nüchternem Magen wohl nicht so gut vertragen, daher finde ich das alles bisher noch ganz spannend. Ich bin auf die „Veränderungen“ gespannt, sollte es denn welche geben. Falsch kann das ganze zumindest nicht sein..

Ich bin daaaa!

Juhuu, noch ein Blog! Es gibt ja noch nicht genug! =)

Ich hatte schon einige Blogs, allerdings waren die immer so gestaltet, dass ich mich zeitlich nicht so frei bewegen konnte, wie ich wollte. Das wird bei diesem hier anders. Zum einen bin ich gerade dabei, mich beruflich neu zu orientieren und zum anderen geht mein privates, reales Leben grundsätzlich vor. Die Beiträge werde ich so gut es geht vorbereiten, falls ich selbst am Wochenende oder im Urlaub mal absolut keine Zeit haben sollte.

Die Planung für diese Seite sieht folgendermaßen aus: Normalerweise wollte ich einen reinen Rezepte-Blog starten, aber da ich weder superkreativ im Kochen bin, noch sehen meine Fotos aus wie in Kochbüchern, wird es eine Mischung aus meinem persönlichen Vegansein, meiner Gedanken und Rezepten. Zusätzlich soll es das „Bild der Woche“ geben. Vielleicht formuliere ich das ganze noch etwas um, damit es den Eindruck erweckt, es wäre totspannend. 😀

Also an alle (zukünftigen) Leser: Herzlich Willkommen und ganz viel Spaß auf meiner Seite. Im Moment sieht es hier noch etwas leer aus, aber das wird sich in den nächsten Wochen ändern.