Mediterrane Brötchen

Mhmmm, der Duft von frisch gebackenem Brot bzw. Brötchen. Ein Duft, von dem ich nie müde werde. Brot und Brötchen backen ist so einfach, wird aber leider immer weniger getan.

Mediterrane Brötchen mit getrockneten Tomaten, Oliven und Thymian

Mediterrane Brötchen mit getrockneten Tomaten, Oliven und Thymian

Wie in dem Bericht von meiner Vegan Box Juli vorausgesagt, wollte ich die grünen Oliven und die Kalamata-Oliven im Brot verwerten. Aus dem Brot sind Brötchen geworden und ich habe noch getrocknete Tomaten und Thymian dazu gegeben.

Bei vier Personen (okay, 3 1/2) im Haushalt sind die Brötchen schnell weg, deswegen mussten neue her. Diesmal nicht mit den gleichen Zutaten wie oben beschrieben, sondern mit Rosmarin und Salbei. Das war urpsrünglich auch das Originalrezept, das ich mir vor einiger Zeit aus dem Netz geschrieben habe.

Beide Varianten sind wirklich lecker und geschmacklich komplett verschieden, trotz dass es das gleiche Basisrezept und nur der Zusatz anders ist. Man könnte Oliven, getrocknete Tomaten und Thymian bzw. Rosmarin und Salbei natürlich auch durch andere Kräuter, Gewürze oder anderes Gemüse ersetzen.

Mediterrane Brötchen mit frischen Salbei und Rosmarin

Mediterrane Brötchen mit frischen Salbei und Rosmarin

Jede Variante ergibt je 12 Brötchen.

Rezept:

  • 1 Packung frische Hefe
  • 1 EL Agavendicksaft
  • 1 1/4 Tasse warmes Wasser
  • 2 1/4 Tassen Dinkelvollkornmehl
  • 1 1/4 Tasse Weizenmehl
  • 1/4 TL Pfeffer, frisch gemahlen
  • 1 1/2 TL Salz
  • Variante 1: ca. 50g Oliven (grüne und Kalamata-Oliven gemischt), ca. 50g getrocknete Tomaten, getrockneter Thymian nach Geschmack
  • Variante 2: 1 1/2 EL frischer Salbei, 1 1/2 EL frischer Rosmarin

Zubereitung:

Hefe in dem warmen Wasser und dem Agavendicksaft auflösen und 5 Minuten stehen lassen. In der Zwischenzeit die restlichen Zutaten miteinander vermengen.

Das Hefewasser zu dem Mehlgemisch geben und so lange kneten bis ein Teig entsteht. Teig, sowie die Schale etwas einölen, abdecken und 1 Stunde gehen lassen.

Nachdem sich der Teig verdoppelt bis verdreifacht hat, die Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben und aus dem Teig 12 etwa gleichgroße Kugeln formen. Diese Kugeln auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, nach Wunsch mit einem Messer ein Kreuz in die Brötchen einschneiden und nochmals 30 Minuten gehen lassen. Danach kann es in den vorgeheizten Ofen gehen.

Gebacken werden die Brötchen bei 175 °C Ober- und Unterhitze für 20-25 Minuten.

Veganes Grillen

Zuallererst möchte ich mich für die Ruhe auf meinem Blog entschuldigen. Mittlerweile habe ich meinen Tagesrythmus gut im Griff, aber mein Laptop schwächelt immer mehr. Dadurch, dass ich täglich erstmal eine Stunde brauche, um mein Internet zum Laufen zu kriegen, geht wertvolle Zeit verloren. Heute scheint die alte Kiste wohl auf meiner Seite zu sein. Trotzdem muss in dem nächsten halben Jahr wohl ein neuer her.

Desweiteren habe ich mich durch die derzeitigen Unregelmäßigkeiten dazu entschlossen, das Bild der Woche vorerst abzuschaffen. Mein Blog sollte mit Rezepten, meinen Gedanken und meinem Leben gefüllt werden. Im Moment würde es nur ein „Bilderbuch“ sein.

Sonntag habe ich das erste Mal, seit ich mich vegan ernähre, mit meiner Familie im eigenen Garten gegrillt. In unserem Familienkreis gab es ein Geburtstagskind, dass sich „gemeinsames Grillen“ gewünscht hat. Für mich persönlich ist das gemeinsame Essen in einer kleinen Katastrophe geendet..

Alles war super bis zu dem Zeitpunkt, bis ich meine veganen Spieße ausgepackt habe. Und wie immer war mein Vater der Auslöser. (Kleine Bemerkung am Rande: Er ist derjenige, der mein Essen immer solange ganz toll und lecker findet bis wir Gäste haben.. dann werden blöde Sprüche geklopft, auf die ich gut und gerne verzichten könnte. Genauso gut könnte ich auch darauf verzichten, dass er bei Leuten, die ich nicht kenne, permanent und aus heiterem Himmel erwähnen muss, dass sich seine Tochter vegan ernährt. Bemerkung Nummer 2 ist, dass ich in den Situationen nie anwesend bin.)

Was war passiert?! Mein Vater hatte meine superleckeren Gemüsespieße vom Grill genommen und probiert. Nach dem komischen Gesichtsausdruck kam die Frage:“Und was soll das für Fleisch sein?“ Zu dem Zeitpunkt war ich noch relativ gelassen, aber doch schon genervt – immerhin wusste ich, worauf das ganze hinaus laufen wird. Ich sagte ihm, dass das kein Fleisch sein soll. Es kam wieder die Frage:“Ja aber was soll denn das für Fleisch darstellen?!“ Auweia… bevor ich vor den Gästen unfreundlich reagieren konnte, sagte das Geburtstagskind auch schon:“Bäh, also ich mag ja kein Torfu, würd ich nie essen – aber DIR muss es ja schmecken. Ich würde das nicht essen.“ Ja, sie mag kein TORFU! Mein Gott, ich wäre bald ausgeflippt. Wieso müssen die Leute immer so reagieren, anstatt mich einach mal in Ruhe mein Essen essen zu lassen?!

Wie auch immer, meine Spieße waren super, auch wenn mir das Essen wieder mal vergangen ist. So hatte ich wenigstens was für den nächsten Tag.

Einen Tag vorher habe ich 2 verschiedene Marinaden zusammengemischt und in Würfel geschnittenen Tofu ca. 18 Stunden mariniert.

Grillspieße

Grillspieße

  • Marinade 1 bestand aus Öl, Ketchup, etwas Agavendicksaft, Chili und Salz
  • Marinade 2 bestand aus Öl, scharfer BBQ Sauce, Sojasauce, Ahornsirup, Salz, Pfeffer und flüssigem Rauch

Da ich 2 verschiedene Marinaden hatte, gab es auch 2 verschiedene Grillspieße, die sehr schnell zubereitet wurden.

  • Spieß #1: Ananas und Tofu im Wechsel (mit Marinade 1)
  • Spieß #2: Paprika, Zwiebel und Tofu im Wechsel (mit Marinade 2)

Dazu gab es gegrillte Maiskolben, die in meinem Fall leider nach gar nichts geschmeckt haben. Nicht einmal nach Mais. Es gab keine frischen Maiskolben, also wurden für mich eingeschweißte gekauft. Ich wusste schon, warum ich normalerweise nie diese abgepackten Dinger kaufe.

Trotzdem fand ich die Spieße sehr lecker und habe den Tag im Grünen richtig genossen..

Meine kleine Omelett-Katastrophe

Meine Beiträge sind in letzter Zeit etwas rar geworden. Das liegt nicht daran, dass ich keine Lust habe, sondern eher keine Zeit. Seit letzten Montag habe ich ein neuen Arbeitsplatz und wie das am Anfang immer so ist: Man ist nach Feierabend totmüde und will nur noch ins Bett fallen. Ich hoffe, dass ändert sich in den nächsten Tagen. Immerhin müssen die beiden Boxen-Bewertungen auch noch verfasst werden bevor die neuen kommen.

Gestern Abend hatte ich Lust auf Omelett. Zusätzlich wollte ich es gerne glutenfrei haben. Ich bin also auf die Suche nach einem Rezept gegangen und relativ schnell fündig geworden. Die Zutaten hatte ich alle im Haus und es schien schnell zu gehen. Zusätzlich konnte ich so einen Teil von dem Tomatenberg, der frisch geerntet wurde, verwerten und das Gemüse in dem Originalrezept etwas abändern.

Nachdem ich den Teig fertig gerührt habe, kam mir alles schon etwas merkwürdig vor. Der Teig war einfach zu flüssig. Ich hab noch etwas Mehl in den Teig gegeben, aber die Konsistenz wollte sich nicht ändern. Trotzdem habe ich ganz normal weitergemacht und abgewartet. Der Teig in der Pfanne ist nach kurzer Zeit tatsächlich gestockt und ich habe (vorerst) erleichtert aufgeatmet. Immerhin hatte ich Hunger, extremen Hunger!

Und schon kam sie auch schon, die Katasptrophe… Eigentlich wollte ich nur nachschauen, wie weit das Omelett ist und vorsichtig gucken, ob es von unten nicht schon schwarz wird, aber sobald ich das Omelett auch nur angerührt habe, ist sofort alles zerfallen. Das war alles noch nicht so dramatisch, denn das erste Omelett darf ruhig misslingen. Beim Nächsten wird alles besser! Oder auch nicht.. Es wollte nicht besser werden. Ich habe die Hitze runtergestellt und länger gewartet, aber es hat nichts geholfen. Beim noch länger warten wäre es schwarz geworden.

Geschmeckt hat es, trotz der Katastrophe, übrigens perfekt. Umso trauriger bin ich, dass es kein schönes, fluffiges Omelett wie im Bilderbuch geworden ist. Das Rezept möchte ich euch trotzdem nicht vorenthalten. Vielleicht hat jemand von euch eine Idee und/oder mag sich daran versuchen.

Rezept:

Omelett-Katastrophe

Omelett-Katastrophe

  • 1 Tasse Kichererbsenmehl
  • 1 EL Leinsamen, gemahlen
  • 1/2 TL Salz
  • 1/4 TL Knoblauchpulver
  • 1/4 TL Kurkuma
  • 1/4 TL Kumin
  • 1/4 TL Natron
  • 3 EL veganer Naturjoghurt
  • 1 bis 1 1/4 Tasse Wasser
  • Tomaten, in Scheiben geschnitten
  • Zwiebel, in Streifen geschnitten
  • Pepperoni, in Scheiben geschnitten
  • Kräuter nach Wahl

Zubereitung:

Für den Teig zuerst alle trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen und anschließend Wasser und Naturjoghurt unterrühren. 2-3 Minuten ruhen lassen. Es sollte ein dickflüssiger Teig ohne Klumpen entstanden sein.

Einiges des Gemüses in einer mit Öl erhitzten Pfanne platzieren und darauf etwas Teig verteilen. 5-10 Minuten in der Pfanne lassen, bevor ihr das Omelett umdreht.

Zumindest habt ihr mehr Glück, wenn ihr das Omelett überhaupt wenden könnt. Bei mir ist es selbst mit längerem Warten sofort zerfallen. Geschmacklich war es trotzdem super.

Entstehung von Salaten

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich habe vor noch nicht all zu langer Zeit immer nach Salat-Rezepten gesucht. Eigentlich wollte ich nur ein oder zwei Zutaten verbrauchen und hab mich deswegen teilweise totgesucht. Dabei herausgekommen ist, dass in den meisten Fällen zwar meine Zutaten verbraucht wurden, dafür aber andere gekauft werden mussten und das Spiel ging von vorne los. So kompliziert muss es aber gar nicht sein…

In den letzten Wochen oder sogar Monaten ist mir aufgefallen, dass meine Salate immer nach demselben Verfahren entstehen. Sie sind immer verschieden, egal ob von der Optik, vom Geschmack oder von den Zutaten her – ich mache aber trotzdem immer das gleiche: Resteverwertung!

Alles fängt (meistens) mit einer Basis an: Es ist dabei völlig egal, ob ihr als erste Zutat Kartoffeln, Reis, Nudeln, Bulgur, Buchweizen, Couscous, Dinkel oder ähnliches wählt. Die Auswahl ist riesig, das macht die Salatentstehung deswegen auch immer so spannend. Das Ganze wird wie gewohnt gekocht und darf erstmal abkühlen. Denkt bei der Auswahl schonmal daran, welches Gemüse ihr verbrauchen wollt und was für euch am besten zusammenpasst.

Wie oben schon erwähnt: Meistens! Die Basis muss nicht sein, macht die Salatentstehung aber leichter. Unten habe ich drei Beispiele aufgeführt, wovon ein Salat keine Basiszutat hatte.

Danach macht ihr euch ans Gemüse ran. Auch da ist es völlig egal, was für Gemüse ihr nehmt und ob es roh oder gekocht bzw. angebraten wird. Zusätzlich könnt ihr euch aussuchen, wie ihr es schneidet: in Streifen, in mundgerechte Stücke, in kleine Würfel,… . Ich bevorzuge immer das klassische in mungerechte Stücke geschnittene Gemüse. Übrigens gibt es Kombinationen, da kann man auch gut Obst mit in den Salat einarbeiten: Mango oder Ananas sind super Kandidaten für Couscous, Bulgur oder Reis.

Als nächstes kommen bei mir grüne Tupfer in den Salat. Das sind immer irgendwelche Kräuter oder Salate, die gerade bei mir auf dem Balkon wuchern und geerntet werden müssen. Die Kräuter müssen aber nicht frisch sein, TK geht genauso gut. Gerade im Winter, wenn in meiner Küche nichts wachsen will, greife ich auf TK Kräuter zurück. Im Sommer verwende ich aber immer frische Kräuter. Bei Salaten eignen sich Rucola und Baby-Spinat hervorragend.

Fast zum Schluss kommt das Dressing zum Salat. Nicht bei jedem Salat ist ein Dressing notwendig, manchmal macht es das Gericht aber aus. Ich denke, jeder hat so sein eigenes „Lieblingsdressing“. Meins besteht immer aus Öl, Senf, Agavendicksaft, Salz und Pfeffer. Es kann, je nach Salat, aber auch selbstgemachte (oder gekaufte) Mayonnaise verwendet werden.

Jetzt fehlt nur noch eins: Gewürze! Kräuter hatten wir schon, aber wer bis hier noch keine Kräuter in den Salat gegeben hat, der kann es jetzt noch tun. Hinzu kommen verschiedenste Gewürze. Salz und Pfeffer sind ein Muss, alles andere ist variabel. Paprikapulver, Kurkuma, Chilipulver, Cayenne, Fenchelsamen, Kumin, und so weiter. An diesem Punkt (oder auch schon ein Schritt voher beim Dressing) kann man auch sehr gut noch Knoblauch oder frischen Ingwer verwenden.

Optional ist jetzt noch, ob ihr Vleisch im Salat haben wollt oder nicht. Ich verzichte meistens darauf, habe aber auch schon Salate mit angebratenen Tofu-Würfel oder Seitan zubereitet.

Beispiele:

Nudelsalat

  • Basis: Nudeln
  • Gemüse: Paprika, Mais, Gurke, Rucola
  • Dressing: Öl, Senf, Agavendicksaft
  • Gewürze/Kräuter: Salz, Pfeffer, gemahlene Papayasamen, Kresse

Salatentstehung

  • Basis: Dinkel wie Reis
  • Gemüse: Paprika, Erbsen, Spinat, Artischockenherzen
  • Dressing: Öl, Senf, Agavendicksaft
  • Gewürze/Kräuter: Salz, Pfeffer

Bohnensalat

  • Basis: –
  • Gemüse: Schwarzaugenbohnen, Tomaten, schwarze Oliven, Frühlingszwiebeln
  • Dressing: nur etwas Öl
  • Gewürze/Kräuter: Salz, Pfeffer, Schnittlauch, gepresster Knoblauch

Life Changing Bread á la kochtrotz

Vor einigen Tagen erhielt ich einen Anruf von meiner Mutter:“Das Brot, dass du gestern gebacken hast, das schmeckt richtig gut. Du musst das unbedingt wieder backen. Selbst deinem Vater hat es geschmeckt.“ Ich hab ihr dann erklärt, dass ich nicht mehr alle Zutaten im Haus habe und es deswegen nicht wieder so schnell gebacken wird. Davon abgesehen, wurde das Brot gerade erst angeschnitten, es wurde also noch gar nicht aufgegessen.

Heute früh kam dann der nächste Anruf von meiner Mutter:“Ich bin gerade im Kaufland – was brauchst du noch für das Brot, welches du letztens gebacken hast? Du wolltest das doch wieder backen.“ Ach, wollte ich?! Oder sollte ich?! 😀

Das Life Changing Bread an sich kenne ich schon ein Weilchen, aber es war immer nur mit festen Zutaten, die man nicht ersetzen konnte – oder nicht wusste, wie. Bei kochtrotz bin ich fast vom Stuhl gekippt, als ich gesehen habe, wie variabel die Zutaten wirklich sind. Man hat die Zutaten eigentlich (fast) immer im Haus. Selbst die Sonnenblumenkerne, die man laut Steffi nicht ersetzen sollte, hab ich trotzdem ersetzt. Umso neugieriger war ich auf das Ergebnis, als ich eines Abends (es war tatsächlich schon 21.30 Uhr) Lust auf Brot backen bekommen habe.

Meine Variante des Life Changing Bread

Life Changing Bread

Life Changing Bread

  • 140g Salatkerne
  • 145g Haferflocken
  • 90g Leinsamen
  • 70g Haselnüsse, ganz
  • 30g Kichererbsenmehl
  • 30g Leinsamen, gemahlen
  • 50g Kokosraspel
  • 3 EL Chia Samen
  • 1,5 TL Salz
  • 50g Öl
  • 350ml warmes Wasser
  • 1-2 EL Ahornsirup

Zutaten:

Ganz einfach: Erst alle trockenen Zutaten miteinander vermengen, dann die flüssigen Zutaten miteinander vermengen und anschließend beides in einer Schüssel zusammen werfen und nochmals ordentlich miteinander vermengen.

Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Backform geben und mit einem Löffel glatt drücken, besonders in den Ecken.

Bei 160 Grad Umluft erst 25 Minuten backen, danach die Form mit dem Brot aus dem Ofen holen, 5 Minuten abkühlen lassen und stürzen. Danach das Brot bei derselben Temperatur und ohne Backform 40-50 Minuten weiterbacken.

Alle weiteren Infos, welche Zutat man mit welcher ersetzen kann, gibt es auf Steffis Blog >kochtrotz<.

Nachgekocht: Exotische Hafergrütze

Vor einigen Wochen habe ich mit „Vegane Küche“ von Parragon bestellt. Ein Buch, das ich wärmstens empfehlen kann. Ich hatte zuerst angefangen, kleine Zettelchen in das Buch zu schieben, damit ich weiß, welches Rezept ich austesten will. Im Endeffekt habe ich es gelassen… fast das ganze Buch wäre mit Zettelchen vollgestopft gewesen.

Beim Durschauen von Rezepten merke ich immer wieder, dass mein Frühstück ziemlich langweilig aussieht und ruhig etwas Abwechslung gebrauchen könnte. Ich bin eigentlich kein Frühstücksesser und mache es nur, weil es ja irgendwie sein muss. Ausbaufähig ist es also ohnehin. Mein Frühstück muss immer zwei Kriterien erfüllen: es muss schnell gehen und muss für die nächsten Stunden satt machen. Als ich das Buch bekommen habe, bin ich schnell auf die „Exotische Hafergrütze“ gestoßen. Beide Kriterien wurden erfüllt.

Gedacht ist das Rezept für 2 Personen. Ich hatte meine 2. Portion meinem Vater vor die Nase gesetzt. Wir beide dachten am Anfang, dass es zu fad schmeckt und noch gesüßt werden müsste, allerdings hat es sich doch noch anders entwickelt. Die Trockenfrüchte haben ihren Job gut gemacht. Das muss aber jeder für sich entscheiden. Beim nächsten mal würde ich vielleicht doch ein bisschen Agavendicksaft oder Ahornsirup unterrühren.

Zutaten:

Exotische Hafergrütze

Exotische Hafergrütze

  • 100g feine Haferflocken
  • 300ml heißes Wasser
  • 1 Prise Salz
  • 50g exotischer Früchte-Nuss-Mix
  • 1 große oder 2 kleine Bananen
  • Kokosmilch zum Servieren

Zubereitung:

Haferflocken, heißes Wasser und Salz in einem Topf vermengen und zum Kochen bringen. 5 Minuten auf niedriger Stufe unter häufigem Rühren köcheln, bis die Masse andickt und schöm cremig ist.

Kurz vor dem Garende den Früchte-Nuss-Mix unterrühren und eine weitere Minute köcheln.

Die Grütze auf zwei Servierschalen verteilen. Die Banane schälen, in Scheiben schneiden und auf die Schalen verteilen. Sofort mit der Kokosmilch servieren.

Fenchelpfanne mit weißen Bohnen und Zitronen

Ich esse nicht oft Fenchel, dafür aber sehr gerne. Ab und zu habe ich einige Fenchelknollen auf meinem Tisch liegen, habe aber überhaupt keine Ahnung, was ich damit anstellen soll. Was mich an den meisten Fenchelrezepten stört, ist der zu extreme Fenchelgeschmack. Bei den Samen kann mir der Geschmack z.B. gar nicht extrem genug sein, dafür habe ich es bei den Knollen lieber dezent.

An das folgende Rezept bin ich sehr skeptisch herangetreten. Ich war mir sicher, dass es mir mal wieder zu extrem sein wird, weil der größte Bestandteil am Rezept die Fenchelknollen sind. Das Resultat hat mich aber positiv überrascht und wird definitiv wieder gekocht. Das Rezept habe ich dafür genutzt, um mal wieder für meine ganze Familie zu kochen – es waren wirklich alle begeistert. Selbst meinem Bruder, der normalerweise eher vor „neuen“ Dingen zurückschreckt, hat es richtig gut geschmeckt.

Rezept:

Fenchelpfanne mit weißen Bohnen und Zitronen

Fenchelpfanne mit weißen Bohnen und Zitronen

  • 3-4 mittlere Fenchelknollen (alternativ 4-5 kleine)
  • 2 EL Öl zum Braten
  • 1/4 TL Salz
  • 1 1/2 EL Agavendicksaft
  • eine halbe Bio-Zitrone, in Ecken geschnitten
  • 1/4 Tasse Weißwein
  • eine große Dose weiße Bohnen
  • 1/2 Tasse Wasser
  • Kräuter

Zubereitung:

Fenchelknollen vorbereiten, indem ihr den holzigen Boden und die „Finger“ und das Fenchelgrün abschneidet.* Danach die Knollen längs in Streifen schneiden.

Öl in der Pfanne erhitzen und den Fenchel 3-5 Minuten auf mittlerer Hitze anbraten. Sobald der Fenchel etwas leicht braun wird, Salz, Agavendicksaft, Wein und die Zitronenecken dazugeben. Alles miteinaner verrühren und warten, bis der Wein reduziert ist. Anschließend Bohnen und Wasser unter den Fenchel mischen und noch einige Minuten vor sich hinköcheln lassen. Zum Schluss mit Kräuter garnieren.

*Verwendungszwecke für den Abfall vom Fenchel: Das Grün könnt ihr entweder einfrieren und je nach Bedarf in Suppen oder in andere Gerichte geben oder ihr lasst es (so wie ich) trocknen und könnt es dann ebenfalls für Suppen oder z.B. in Brotteig verwenden. Den holzigen Boden kann man angeblich als Basis dafür nehmen, dass eine neue Fenchelknolle nachwächst wenn man ihn in etwas Wasser legt, allerdings habe ich es noch nie ausgetestet. Einfach mal danach googeln, wenn Interesse daran besteht. Für die „Finger“ könnt ihr euch ein Behältnis im Froster anlegen und dort verschiedene Abfälle (z.B. Zwiebelschalen, Möhlenenden- und die Schale, Paprikareste, usw.) sammeln, um eine selbstgemachte und sehr gesunde Gemüsebrühe zu zaubern.