Life Changing Bread á la kochtrotz

Vor einigen Tagen erhielt ich einen Anruf von meiner Mutter:“Das Brot, dass du gestern gebacken hast, das schmeckt richtig gut. Du musst das unbedingt wieder backen. Selbst deinem Vater hat es geschmeckt.“ Ich hab ihr dann erklärt, dass ich nicht mehr alle Zutaten im Haus habe und es deswegen nicht wieder so schnell gebacken wird. Davon abgesehen, wurde das Brot gerade erst angeschnitten, es wurde also noch gar nicht aufgegessen.

Heute früh kam dann der nächste Anruf von meiner Mutter:“Ich bin gerade im Kaufland – was brauchst du noch für das Brot, welches du letztens gebacken hast? Du wolltest das doch wieder backen.“ Ach, wollte ich?! Oder sollte ich?! 😀

Das Life Changing Bread an sich kenne ich schon ein Weilchen, aber es war immer nur mit festen Zutaten, die man nicht ersetzen konnte – oder nicht wusste, wie. Bei kochtrotz bin ich fast vom Stuhl gekippt, als ich gesehen habe, wie variabel die Zutaten wirklich sind. Man hat die Zutaten eigentlich (fast) immer im Haus. Selbst die Sonnenblumenkerne, die man laut Steffi nicht ersetzen sollte, hab ich trotzdem ersetzt. Umso neugieriger war ich auf das Ergebnis, als ich eines Abends (es war tatsächlich schon 21.30 Uhr) Lust auf Brot backen bekommen habe.

Meine Variante des Life Changing Bread

Life Changing Bread

Life Changing Bread

  • 140g Salatkerne
  • 145g Haferflocken
  • 90g Leinsamen
  • 70g Haselnüsse, ganz
  • 30g Kichererbsenmehl
  • 30g Leinsamen, gemahlen
  • 50g Kokosraspel
  • 3 EL Chia Samen
  • 1,5 TL Salz
  • 50g Öl
  • 350ml warmes Wasser
  • 1-2 EL Ahornsirup

Zutaten:

Ganz einfach: Erst alle trockenen Zutaten miteinander vermengen, dann die flüssigen Zutaten miteinander vermengen und anschließend beides in einer Schüssel zusammen werfen und nochmals ordentlich miteinander vermengen.

Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Backform geben und mit einem Löffel glatt drücken, besonders in den Ecken.

Bei 160 Grad Umluft erst 25 Minuten backen, danach die Form mit dem Brot aus dem Ofen holen, 5 Minuten abkühlen lassen und stürzen. Danach das Brot bei derselben Temperatur und ohne Backform 40-50 Minuten weiterbacken.

Alle weiteren Infos, welche Zutat man mit welcher ersetzen kann, gibt es auf Steffis Blog >kochtrotz<.

Nachgekocht: Exotische Hafergrütze

Vor einigen Wochen habe ich mit „Vegane Küche“ von Parragon bestellt. Ein Buch, das ich wärmstens empfehlen kann. Ich hatte zuerst angefangen, kleine Zettelchen in das Buch zu schieben, damit ich weiß, welches Rezept ich austesten will. Im Endeffekt habe ich es gelassen… fast das ganze Buch wäre mit Zettelchen vollgestopft gewesen.

Beim Durschauen von Rezepten merke ich immer wieder, dass mein Frühstück ziemlich langweilig aussieht und ruhig etwas Abwechslung gebrauchen könnte. Ich bin eigentlich kein Frühstücksesser und mache es nur, weil es ja irgendwie sein muss. Ausbaufähig ist es also ohnehin. Mein Frühstück muss immer zwei Kriterien erfüllen: es muss schnell gehen und muss für die nächsten Stunden satt machen. Als ich das Buch bekommen habe, bin ich schnell auf die „Exotische Hafergrütze“ gestoßen. Beide Kriterien wurden erfüllt.

Gedacht ist das Rezept für 2 Personen. Ich hatte meine 2. Portion meinem Vater vor die Nase gesetzt. Wir beide dachten am Anfang, dass es zu fad schmeckt und noch gesüßt werden müsste, allerdings hat es sich doch noch anders entwickelt. Die Trockenfrüchte haben ihren Job gut gemacht. Das muss aber jeder für sich entscheiden. Beim nächsten mal würde ich vielleicht doch ein bisschen Agavendicksaft oder Ahornsirup unterrühren.

Zutaten:

Exotische Hafergrütze

Exotische Hafergrütze

  • 100g feine Haferflocken
  • 300ml heißes Wasser
  • 1 Prise Salz
  • 50g exotischer Früchte-Nuss-Mix
  • 1 große oder 2 kleine Bananen
  • Kokosmilch zum Servieren

Zubereitung:

Haferflocken, heißes Wasser und Salz in einem Topf vermengen und zum Kochen bringen. 5 Minuten auf niedriger Stufe unter häufigem Rühren köcheln, bis die Masse andickt und schöm cremig ist.

Kurz vor dem Garende den Früchte-Nuss-Mix unterrühren und eine weitere Minute köcheln.

Die Grütze auf zwei Servierschalen verteilen. Die Banane schälen, in Scheiben schneiden und auf die Schalen verteilen. Sofort mit der Kokosmilch servieren.

Fenchelpfanne mit weißen Bohnen und Zitronen

Ich esse nicht oft Fenchel, dafür aber sehr gerne. Ab und zu habe ich einige Fenchelknollen auf meinem Tisch liegen, habe aber überhaupt keine Ahnung, was ich damit anstellen soll. Was mich an den meisten Fenchelrezepten stört, ist der zu extreme Fenchelgeschmack. Bei den Samen kann mir der Geschmack z.B. gar nicht extrem genug sein, dafür habe ich es bei den Knollen lieber dezent.

An das folgende Rezept bin ich sehr skeptisch herangetreten. Ich war mir sicher, dass es mir mal wieder zu extrem sein wird, weil der größte Bestandteil am Rezept die Fenchelknollen sind. Das Resultat hat mich aber positiv überrascht und wird definitiv wieder gekocht. Das Rezept habe ich dafür genutzt, um mal wieder für meine ganze Familie zu kochen – es waren wirklich alle begeistert. Selbst meinem Bruder, der normalerweise eher vor „neuen“ Dingen zurückschreckt, hat es richtig gut geschmeckt.

Rezept:

Fenchelpfanne mit weißen Bohnen und Zitronen

Fenchelpfanne mit weißen Bohnen und Zitronen

  • 3-4 mittlere Fenchelknollen (alternativ 4-5 kleine)
  • 2 EL Öl zum Braten
  • 1/4 TL Salz
  • 1 1/2 EL Agavendicksaft
  • eine halbe Bio-Zitrone, in Ecken geschnitten
  • 1/4 Tasse Weißwein
  • eine große Dose weiße Bohnen
  • 1/2 Tasse Wasser
  • Kräuter

Zubereitung:

Fenchelknollen vorbereiten, indem ihr den holzigen Boden und die „Finger“ und das Fenchelgrün abschneidet.* Danach die Knollen längs in Streifen schneiden.

Öl in der Pfanne erhitzen und den Fenchel 3-5 Minuten auf mittlerer Hitze anbraten. Sobald der Fenchel etwas leicht braun wird, Salz, Agavendicksaft, Wein und die Zitronenecken dazugeben. Alles miteinaner verrühren und warten, bis der Wein reduziert ist. Anschließend Bohnen und Wasser unter den Fenchel mischen und noch einige Minuten vor sich hinköcheln lassen. Zum Schluss mit Kräuter garnieren.

*Verwendungszwecke für den Abfall vom Fenchel: Das Grün könnt ihr entweder einfrieren und je nach Bedarf in Suppen oder in andere Gerichte geben oder ihr lasst es (so wie ich) trocknen und könnt es dann ebenfalls für Suppen oder z.B. in Brotteig verwenden. Den holzigen Boden kann man angeblich als Basis dafür nehmen, dass eine neue Fenchelknolle nachwächst wenn man ihn in etwas Wasser legt, allerdings habe ich es noch nie ausgetestet. Einfach mal danach googeln, wenn Interesse daran besteht. Für die „Finger“ könnt ihr euch ein Behältnis im Froster anlegen und dort verschiedene Abfälle (z.B. Zwiebelschalen, Möhlenenden- und die Schale, Paprikareste, usw.) sammeln, um eine selbstgemachte und sehr gesunde Gemüsebrühe zu zaubern.

Gooding – Spenden für’s Einkaufen

Norwalerweise hatte ich nicht vor, für andere Seiten (außer Blogs) Werbung zu machen, aber ich finde Gooding eine super Sache und kann es ohne Bedenken weiterempfehlen.

Was ist Gooding?

Gooding ist eine Plattform, über die man ohne Mehrkosten bei normalen Einkäufen im Internet an gemeinnützige Vereine spenden kann. Dabei ist es euch überlassen, ob ihr für Tier- und Umweltschutz, Kinder & Jugendliche oder an Kunst & Kultur spenden möchtet. Bei jedem Einkauf könnt ihr euch für ein anderes Projekt entscheiden, dass ihr mit eurer kleinen(!) Spende unterstützen möchtet.

Wie funktioniert Gooding?

Als erstes müsst ihr euch anmelden. Ohne Anmeldung geht es leider überhaupt nicht. Wenn ihr einen Account habt, dann könnt ihr mit dem gewohnten Einkauf loslegen. Okay, so ganz gewohnt wird es nicht sein, aber fast.

Nachdem ihr euch auf Gooding eingeloggt habt, taucht oben eine Leiste auf, auf dem zwei Felder mit 1. (für den Shop) und 2. (für den Verein) steht. Daneben steht unübersehbar „Start“. Ihr müsst Verein und Shop wählen, um fortfahren zu können. Habt ihr das getan, sollte sich eine Seite öffnen, in dem ihr einfach nur nochmal bestätigen müsst, ob ihr für den ausgewählten Verein spenden oder lieber einen anderen Verein wählen wollt. Zusätzlich ist dort ein blaues Feld zu sehen, auf dem ihr klickt, um auf die Shop-Seite zu kommen. Die Shop-Seiten sehen ganz normal aus – so wie ihr sie eben kennt. Nur im Hintergrund scheint irgendwas von Gooding aktiviert zu sein, damit man die Einkäufe später zuordnen kann. (Die IT-Leute unter uns mögen mir für mein nichtvorhandenes Wissen verzeihen.)

Nach dem Einkauf müsst ihr… nichts tun! Einige Tage später (je nach Shop kann es unterschiedlich dauern) bekommt ihr eine Mail, dass euer Einkauf gezählt wurde. Wenn ihr euch nun wie gewohnt bei Gooding einloggt und auf euer Beitragsprofil geht, dann seht ihr, wieviel Geld ihr mit dem Einkauf gespendet habt.

Anmerkung! In den meisten Fällen sind es wirklich nur Centbeträge. Dadurch, dass Gooding noch 30% für sich einbehält (was man kurz bevor dem Shopbesuch auch ändern kann), ist es nicht die Welt. Allerdings wissen wir alle, dass Kleinvieh auch Mist macht. Mittlerweile habe ich mit 23 Einkäufen über 15 € an ein Tierschutzprojekt gespendet. Das sind pro Einkauf 0,66 Cent. Viele Male habe ich auch vergessen, über Gooding einzukaufen, wodurch ca. 5 € ‚verloren‘ gegangen sind. Es gibt aber auch Shops, bei denen ich zwischen 4 und 5 € pro Einkauf spende. Jeder Shop hat seine eigenen Regeln, was den Prozentsatz pro Einkauf angeht. So kann man bei Büchern durch die gesetzliche Regelung zur Buchpreisbindung nicht spenden. Das Einkaufen über die Seite war aber nicht umsonst, sondern geht direkt an Gooding zur Weiterentwicklung.

Worauf ihr achten sollt ist, dass ihr keinen Adblocker benutzt und euer Warenkorb beim Shopbesuch nicht schon Produkte beinhaltet. Es kann im letzteren Fall trotzdem funktionieren, muss es aber nicht. Da spielt es wieder eine Rolle, welchen Shop ihr besucht.

Also, wenn ihr Lust habt, in Zukunft mit euren Einkäufen an verschiedene Organisationen zu spenden, dann klickt >>hier<< oder auf das Bild.

Gooding

Übrigens, laut Gooding wurden schon 500.000 € gespendet, wovon ein Großteil an Tierschutzvereine ging.