Kirschsuppe

Es ist lange nichts schief gelaufen in meiner Küche. 😀 Oder sagen wir mal: Es ist nicht wirklich etwas schief gelaufen, aber wegen einer Zutat hat meine Suppe nicht mehr nach Kirschen geschmeckt. Darauf gehe ich später näher ein.

Auf die Idee mit der Kirschsuppe hat mich eigentlich meine Mutter gebracht. Die ganzen letzten Tage habe ich immer nur Salat gegessen, teilweise 2-3 Tage lang den gleichen Salat, und so langsam gehen mir die Ideen aus. Nachdem ich mir letztens 2 kg (deutsche) Kirschen gekauft habe und meinen Eltern einen Teil abgegeben habe, stand ich vor dem Rest und wusste nicht so recht, was ich machen soll, ohne Kuchen zu backen oder Marmelade zu machen. Über einen Kilo essen konnte und wollte ich nicht. Kommt noch das kleine Problem dazu, dass die Fliegen schneller da waren, als man „Kirschen“ sagen konnte. Also wurde schnell eine Kirschsuppe zubereitet, die bei der Hitze wirklich willkommen ist.

Mir und meinem Bruder wurde als Kind schon immer Kirschsuppe vor die Nase gesetzt und ich habe sie immer geliebt. Manchmal habe ich meiner Mutter zugesehen, um die Zeit bis zum Servieren zu überbrücken. Das tolle an der Suppe ist, dass man sie im Sommer kalt genießen oder im Winter heiß löffeln kann. Bei 35 Grad im Schatten habe ich im Moment nicht so wirklich Lust auf eine heiße Kirschsuppe, daher ist sie zum kalt werden in den Kühlschrank gekommen..

Einige Leser verfolgen meinen Blog nicht erst seit 2-3 Rezepten, sondern schon etwas länger – diese Leute wissen mittlerweile, dass es bei mir selten Mengenangaben gibt. Meistens koche ich für mich alleine und da geht es bei mir nur nach Augenmaß und nach Hungergefühl.

Um auf mein kleines Problem zurückzukommen, dass ich am Anfang erwähnt habe, muss ich kurz etwas weiter ausholen: Seit letztem oder vorletztem Jahr haben wir verschiedene Minzen im Garten. Erdbeerminze, Schokominze, Spearmint,… wenn es nach mir gehen würde, hätten wir noch mehr. Ich fand die Schokominze für die Suppe am geeignetsten. Es ist übrigens das erste Mal, dass ich sie verwendet habe, daher ist das wohl ein typischer Anfängerfehler, der mir da passiert ist. Normalerweise habe ich immer nur Zitronenmelisse verwendet. Die Minzen waren eigentlich schon zum Trocknen auf dem Balkon und durch das Wetter komplett trocken. Trotzdem habe ich 2 kleine Blätter abgezupft, in meiner Hand zermahlen und am Ende zu meiner Kirschsuppe gegeben. Beim Abschmecken am Schluss habe ich geschockt festgestellt, dass die kleine Menge an Minze meine ganze Suppe zerstört hat. Essbar ist sie natürlich trotzdem, aber es ist mittlerweile eher eine „Minzsupe mit Kirschen“ geworden. Nachdem die Suppe im Kühlschrank gewesen ist, war es auch nicht mehr ganz so extrem. Weniger Minze werde ich in Zukunft trotzdem nehmen.

Rezept:

Kirschsuppe

Kirschsuppe

  • Kirschen
  • Wasser
  • Zucker
  • Stärke + etwas kaltes Wasser
  • etwas Minze

(meine ungefähren Mengenangaben: 500g Kirschen, 1/3 bis 1/2 Tasse Zucker, 2 EL Stärke)

Zubereitung:

Kirschen halbieren, entkernen und in einen Topf geben. Soviel Wasser hinzugeben bis alle Kirschen gut bedeckt sind. Das ganze 10-15 Minuten köcheln lassen. Den Zucker in den Topf geben und köcheln lassen bis er sich vollständig aufgelöst hat. Die Stärke mit etwas kaltem Wasser verrühren und langsam in die Kirschsuppe rühren. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, in dem sich die Suppe etwas andicken sollte. Wenn das nicht der Fall ist oder sie für euren Geschmack noch zu flüssig ist, dann nochmal etwas Stärke in kaltem Wasser auflösen und wieder zu der Suppe geben. Anschließend etwas Minze zu der Kirschsuppe geben, abkühlen lassen und kalt stellen.

ProTipp: Die Kirschkerne nach dem Entkernen NICHT wegschmeißen! Nachdem sie gut gesäubert wurden (und kein Fruchtfleisch mehr zu sehen ist!), werden sie getrocknet und bei ausreichender Menge lässt sich daraus ein Kirschkernkissen basteln, das wunderbar als Wärme- und auch als Kältetherapie bei Muskelschmerzen oder Verspannungen eingesetzt werden kann. Genaue Anleitungen gibt es über diverse Suchmaschinen zu finden.

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